05.11.2020

In einem gemeinsamen Statement verpflichten sich 15 europäische Entwicklungsbanken – darunter die OeEB – dazu, alle Finanzierungentscheidungen an den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten. Bis 2030 sollen Investitionen in fossile Brennstoffe ausgeschlossen werden.
 

Die EDFI-Mitglieder werden die Finanzierung neuer Kohle- oder Heizölprodukte sofort einstellen und andere fossile Brennstoffe, wie z.B. selektive Investitionen in die gasbetriebene Stromerzeugung, auf Finanzierungen beschränken, die den Zielen des Pariser Abkommens entsprechen, bis sie spätestens 2030 allgemein ausgeschlossen werden. Dies umfasst neben Direktinvestitionen auch indirekte Investitionen über Investmentfonds und zweckgebundene Kredite über Finanzinstitute. Bis spätestens 2050 sollen die Portfolios der EDFI-Mitglieder Netto-Null-Emissionen erreichen.

Damit wollen die EDFI-Mitglieder ein Beispiel für Investoren in Entwicklungsländern setzen und gemeinsam einen Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDG) und des Pariser Klimaabkommens leisten. In den letzten fünf Jahren haben die europäischen DFIs 8 Mrd. Euro für die Klimafinanzierung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen bereitgestellt. 

"Als größter österreichischer Bereitsteller von internationaler Klimafinanzierung sind wir fest entschlossen, auf unserer starken Erfolgsbilanz aufzubauen, nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen, uns ehrgeizige Ziele zu setzen und über unsere Fortschritte zu berichten", so Sabine Gaber und Michael Wancata, Mitglieder des OeEB-Vorstands.

"Die EDFI-Mitglieder setzen sich für grünes Wachstum, Anpassung an Klimaveränderungen, naturbasierte Lösungen, Zugang zu grüner Energie und den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ein. Durch die Zusammenarbeit an diesen gemeinsamen Ambitionen werden die europäischen DFIs ihre Auswirkungen auf den Planeten in vollem Umfang berücksichtigen, ohne dabei Kompromisse bei ihren Auswirkungen auf die Entwicklung einzugehen", so Søren Peter Andreasen, CEO von EDFI.