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OeEB – Geschäftsbericht 2013
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Lagebericht
Die in der Gesamtbankrisikosteuerung
berücksichtigten Risikoarten
Kreditrisiko
Kreditrisiko ist die Gefahr unerwarteter Wertverluste
durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung
von Kontraktpartnern. Die OeEB orientiert sich an den
von der FMA 2005 herausgegebenen „FMA-Mindest-
standards für das Kreditgeschäft und andere Geschäf-
te mit Adressausfallsrisiken“ und berücksichtigt diese
in einem dem Geschäft und der Größe der Bank an-
gemessenen Umfang. Aufgrund der Geschäftsstruktur
der OeEB unterscheidet die Bank folgende Arten des
Kreditrisikos:
– Kontrahenten- bzw. Ausfallsrisiko
das Risiko, dass ein Kreditnehmer seine Zahlungs-
verpflichtungen nicht bedienen kann oder die Gefahr
von Verlusten durch Ausfall des Vertragspartners
(z.B. Kreditnehmer).
– Konzentrationsrisiko
hohe Kreditvolumina an einzelne Kreditnehmer oder
Kreditnehmerverbünde. Länderlimite und Kundenlimite
wurden festgesetzt und werden quartalsweise
überprüft.
Marktrisiko
Marktrisiko ist die Gefahr von Verlusten in Folge der
Veränderungen von Marktparametern. Diese umfassen
Zinsänderungs-, Devisen-, Aktien- und sonstige
Preisrisiken.
Liquiditätsrisiko
Die Liquiditätsrisiken lassen sich in Termin- und
Abrufrisiken sowie strukturelles Liquiditätsrisiko
(Refinanzierungsrisiko) unterteilen.
Die Liquiditätssteuerung und -bereitstellung erfolgt
derzeit projektbezogen in Abstimmung zwischen der
OeEB und der OeKB. Sowohl Terminrisiken (Gefahr,
dass sich die Kapitalbindungsdauer bei Aktiv- und
Passivgeschäften ändert) als auch Abrufrisiken
(Kreditzusagen werden unerwartet in Anspruch
genommen bzw. Einlagen werden unerwartet redu-
ziert) sind aufgrund der Geschäftsstruktur und ver-
traglicher Vorkehrungen gering. Eine Überwachung
bzw. Steuerung der Liquidität erfolgt anhand wöchent-
licher Cashflow-Projektionen.
Im Hinblick darauf, dass sich die OeEB überwiegend
über die OeKB refinanziert, erleichtert das Standing
der OeKB im Markt die jederzeitige Verfügbarkeit von
Finanzierungsmitteln.