OeEB Geschäftsbericht 2015 - page 14

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Die in der Gesamtbankrisikosteuerung berücksichtigten Risikoarten
Kreditrisiko
Kreditrisiko ist die Gefahr unerwarteter Wertverluste durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung
von Kontraktpartnern. Aufgrund der Geschäftsstruktur der OeEB unterscheidet die Bank folgende Arten des
Kreditrisikos:
Kontrahenten- bzw. Ausfallsrisiko:
das Risiko, dass ein Kreditnehmer seine Zahlungsverpflichtungen
nicht bedienen kann oder die Gefahr von Verlusten durch Ausfall des Vertragspartners (z.B. Kreditnehmer).
Sämtliche ausgereichten Kredite sind mit einer Haftung für wirtschaftliches und politisches Risiko durch
die Republik Österreich versehen.
Konzentrationsrisiko:
hohe Kreditvolumina an einzelne Kreditnehmer oder Kreditnehmergruppen.
Länderlimite und Kundenlimite wurden eingeführt und werden laufend überprüft.
Das für 2015 festgelegte Kreditrisikobudget in der Höhe von 300.000 Euro wurde nicht überschritten.
Marktrisiko
Marktrisiko ist die Gefahr von Verlusten in Folge der Veränderungen von Marktparametern. Diese umfassen
Zinsänderungs-, Devisen-, Aktien- und sonstige Preisrisiken. Kreditfinanzierungen der OeEB sind grundsätzlich
referenzzinssatzkonform refinanziert. Darüber hinaus hat die OeEB kein nennenswertes Exposure.
Das für 2015 festgelegte Marktrisikobudget in der Höhe von 900.000 Euro wurde nicht überschritten.
Liquiditätsrisiko
Die Liquiditätsrisiken lassen sich in Termin- und Abrufrisiken sowie strukturelles Liquiditätsrisiko (Refinan-
zierungsrisiko) unterteilen.
Die Liquiditätssteuerung und –bereitstellung erfolgt derzeit projektbezogen in Abstimmung zwischen der
OeEB und der OeKB. Sowohl Terminrisiken (Gefahr, dass sich die Kapitalbindungsdauer bei Aktiv- und Passiv-
geschäften ändert) als auch Abrufrisiken (Kreditzusagen werden unerwartet in Anspruch genommen bzw.
Einlagen werden unerwartet reduziert) sind aufgrund der Geschäftsstruktur und vertraglicher Vorkehrungen
gering. Eine Überwachung bzw. Steuerung der Liquidität erfolgt anhand wöchentlicher Cashflow-Projektionen.
Ein separates Risikobudget ist für 2016 vorgesehen.
Im Hinblick darauf, dass sich die OeEB überwiegend über die OeKB refinanziert, erleichtert das Standing der
OeKB im Markt die jederzeitige Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln.
Operationelles Risiko
Operationelle Risiken sind definiert als die Gefahr von Verlusten als Folge unzulänglicher oder fehlgeschlagener
interner Prozesse, Menschen und Systeme oder von externen Ereignissen einschließlich des Rechtsrisikos.
Die zentrale Eingliederung des Operational Risk Managements (inklusive der Information Security) in die
Gesamtrisikosteuerung der OeKB Gruppe, die Unternehmenskultur, Business Continuity Pläne, Versicherungen
und ähnlich zentral gestaltbare Maßnahmen bilden nur den Rahmen für die alltägliche Verantwortung des
Einzelnen. Die OeEB arbeitet in diesen Bereichen sehr eng mit der OeKB (in deren Räumlichkeiten die OeEB
auch eingemietet ist) zusammen.
Für Not- und verschiedene Krisenfallszenarien sind im Zuge des Operational Risk Managements Notfall- und
Krisenfall-Organisation definiert und ein Notfallhandbuch wurde erstellt.
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