OeEB Geschäftsbericht 2014 - page 13

OeEB – Geschäftsbericht 2014
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Lagebericht
Die OeEB ist eine 100%ige Tochter der OeKB und
definiert die eigene Risikopolitik und -strategie entlang
und im Rahmen der Risikopolitik und -strategie der
OeKB Gruppe. Die Bewertung der Bankrisiken findet
auch auf Einzelinstitutsebene statt. Weiters wurden
gemeinsam mit der OeKB Interne Kontrollsysteme
gemäß BWG für die wesentlichen Geschäftsprozesse
Investitionsfinanzierungen, Beteiligungen aus Bundes-
mitteln, Advisory Programmes und das Geschäftsfeld
Außenwirtschaftsprogramm erarbeitet, die einer
jährlichen Überprüfung unterliegen und eine Risiko-
steuerung auf OeKB Gruppenebene ermöglichen.
Als 100%ige Tochter der OeKB ist die OeEB Bestand-
teil des Gruppen-ICAAP. Als zentrale Größe bei der
Messung und Steuerung der Risiken wird das ermittel-
te ökonomische Kapital (Going Concern und Gone
Concern) durch die Festlegung von Risikobudgets in
der Risikodeckungsrechnung dem Risikodeckungspo-
tenzial in mehreren Absicherungsstufen gegenüberge-
stellt. Auf Einzelinstitutsebene verzichtet die OeEB auf
eine Risikodeckungsrechnung gemäß Säule II, wobei
trotz Geringfügigkeit für das Veranlagungsrisiko aus
dem Eigenportfolio (Bankbuch) ein ökonomisches
Kapital („Value at Risk“-Konzept) ermittelt wird.
Risikomanagement – Organisation
Gemäß BWG ist der Gesamtvorstand für das
Management sowohl der bankgeschäftlichen als
auch der bankbetrieblichen Risiken in der OeEB, für
die Sicherstellung der Kapitaladäquanz der Risikopo-
sitionen sowie für die Einrichtung der dafür erforder-
lichen Organisation verantwortlich. Dabei ist auf die
Proportionalität der Risikostruktur der Bank mit der
konkreten Ausgestaltung der Gesamtbankrisiko-
steuerung Rücksicht zu nehmen.
Im Sinne dieser Proportionalität hält der Vorstand
vor dem Hintergrund des Geschäftsfeldes und der
spezifischen Geschäfts- und Risikostruktur eine
FMA–konforme Risikomanagement–Organisation für
zweckmäßig. Auf Basis der vom Vorstand festgesetzten
und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Risikopolitik/
-strategie entscheidet das Risikomanagement-Komitee
über geeignete Maßnahmen und Verfahren zur
Umsetzung risikopolitischer Grundsätze.
Im Operational Risk Management erfolgt die Über-
wachung des operationellen Risikoprofils, die Erarbei-
tung von Strategien und Verfahren zur Steuerung des
operationellen Risikos sowie das Business Continuity
Management in Zusammenarbeit mit dem Operational
Risk Manager der OeKB.
Für Not- und verschiedene Krisenfallszenarien sind im
Zuge des Operational Risk Managements Notfall- und
Krisenfall-Organisationen definiert.
Die Sicherstellung der Einhaltung der gesetzlichen
Anforderungen an das Interne Kontrollsystem (IKS) ist
im Rahmen eines Vertrages an die OeKB ausgelagert.
Der IKS-Verantwortliche arbeitet eng mit den IKS-
Prozessverantwortlichen in der OeEB zusammen. Im
Rahmen des Operational Risk Managements wird eng
mit dem Operational Risk Manager der OeKB und dem
Organisationsteam der Abteilung OBUS/OeKB
zusammengearbeitet.
Wie das gesamte Risikomanagement unterliegt auch
das IKS der Prüfung durch die Interne Revision.
Auf Basis eines Vertrages mit der OeKB ist die Funk-
tion des Compliance-Officers für Wertpapier-Com-
pliance an die OeKB ausgelagert. Es gibt jedoch einen
zentralen Ansprechpartner für Compliance-Fragen in
der OeEB. Die Funktion des Beauftragten zur Bekämp-
fung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wird
in der Rechtsabteilung der OeEB wahrgenommen. Zur
Minderung des Rechtsrisikos der Geschäfte arbeitet
die Rechtsabteilung der OeEB in der Regel mit lokalen
Anwaltskanzleien zusammen.
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