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Marktrisiko
Marktrisiko ist die Gefahr von Verlusten in Folge der
Veränderungen von Marktparametern. Diese umfas-
sen Zinsänderungs-, Devisen-, Aktien- und sonstige
Preisrisiken.
Liquiditätsrisiko
Die Liquiditätsrisiken lassen sich in Termin- und
Abrufrisiken sowie strukturelles Liquiditätsrisiko
(Refinanzierungsrisiko) unterteilen.
Die Liquiditätssteuerung und –bereitstellung erfolgt
derzeit projektbezogen in Abstimmung zwischen der
OeEB und der OeKB. Sowohl Terminrisiken (Gefahr,
dass sich die Kapitalbindungsdauer bei Aktiv- und
Passivgeschäften ändert) als auch Abrufrisiken (Kre-
ditzusagen werden unerwartet in Anspruch genommen
bzw. Einlagen werden unerwartet reduziert) sind auf-
grund der Geschäftsstruktur und vertraglicher Vorkeh-
rungen gering. Eine Überwachung bzw. Steuerung der
Liquidität erfolgt anhand wöchentlicher Cash-Flow
Projektionen.
Im Hinblick darauf, dass sich die OeEB überwiegend
über die OeKB refinanziert, erleichtert das Standing
der OeKB im Markt die jederzeitige Verfügbarkeit von
Finanzierungsmitteln.
Operationelles Risiko
Operationelle Risiken sind definiert als die Gefahr von
Verlusten als Folge unzulänglicher oder fehlgeschlage-
ner interner Prozesse, Menschen und Systeme oder
von externen Ereignissen einschließlich des Rechts-
risikos.
Die zentrale Eingliederung des Operationellen Risk
Managements (inklusive der Information Security) in
die Gesamtrisikosteuerung des Unternehmens, die
Unternehmenskultur, Business Continuity Pläne,
Versicherungen und ähnlich zentral gestaltbare
Maßnahmen bilden nur den Rahmen für die alltägliche
Verantwortung des Einzelnen. Die OeEB arbeitet in die-
sen Bereichen sehr eng mit der OeKB (in deren Räum-
lichkeiten die OeEB auch eingemietet ist) zusammen.
Für Not- und verschiedene Krisenfallszenarien sind im
Zuge des Operational Risk Managements Notfall- und
Krisenfall-Organisation definiert und ein Notfallhand-
buch wurde erstellt.
Sonstige Risiken
Sonstige Risiken umfassen:
– Strategische Risiken
Unter strategischem Risiko werden negative Aus-
wirkungen auf Kapital und Ertrag durch geschäfts-
politische Entscheidungen und/oder Veränderungen
im wirtschaftlichen Umfeld verstanden.
– Reputationsrisiken
Unter Reputationsrisiken werden negative Folgen aus
der Wahrnehmung der interessierten Öffentlichkeit
(Kapitaleignern, Mitarbeitern, Kunden, Republik,…)
verstanden.
– Geschäftsrisiken
Unter Geschäftsrisiken werden Ergebnisverschlechte-
rungen verstanden, die durch unerwartete Geschäfts-
volumens- oder Margenänderungen entstehen.
Strategische Risiken und Reputationsrisiken ent-
stehen für die OeEB vor allem aus der besonderen
Stellung. Aufgrund des Mandates hat die OeEB die
Republik Österreich als einzigen Auftraggeber. Eine
quantitative Abschätzung dieses Risikos ist schwer
möglich und nicht geplant. Mögliche Änderungen
in den Rahmenbedingungen, die fundamentale
Bedeutung für die Geschäftstätigkeit haben, werden
laufend verfolgt und in die Unternehmensstrategie
einbezogen.
OeEB – Geschäftsbericht 2012
Lagebericht