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Risikomanagement – Organisation
Gemäß BWG ist der Gesamtvorstand für das Manage-
ment sowohl der bankgeschäftlichen als auch der
bankbetrieblichen Risiken in der OeEB, für die Sicher-
stellung der Kapitaladäquanz der Risikopositionen
sowie für die Einrichtung der dafür erforderlichen
Organisation verantwortlich. Dabei ist auf die Propor-
tionalität der Risikostruktur der Bank mit der konkre-
ten Ausgestaltung der Gesamtbankrisikosteuerung
Rücksicht zu nehmen.
Im Sinne dieser Proportionalität hält der Vorstand
vor dem Hintergrund des Geschäftsfeldes und der
spezifischen Geschäfts- und Risikostruktur eine
FMA–konforme Risikomanagement–Organisation für
zweckmäßig. Auf Basis der vom Vorstand festgesetz-
ten und mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Risiko-
politik/-strategie entscheidet das Risikomanagement-
Komitee über geeignete Maßnahmen und Verfahren
zur Umsetzung risikopolitischer Grundsätze.
Im Operational Risk Management erfolgt die Überwa-
chung des operationellen Risikoprofils, die Erarbeitung
von Strategien und Verfahren zur Steuerung des ope-
rationellen Risikos, sowie das Business Continuity
Management in Zusammenarbeit mit dem Operational
Risk Manager der OeKB.
Für Not- und verschiedene Krisenfallszenarien sind
im Zuge des Operational Risk Managements Notfall-
und Krisenfall-Organisationen definiert.
Zur Sicherstellung der Einhaltung der gesetzlichen
Anforderungen an das Interne Kontrollsystem (IKS) ist
ein Verantwortlicher definiert, der eng mit dem IKS-
Verantwortlichen bzw. dem Operational Risk Manger
der OeKB und dem Organisationsteam der Abteilung
OBUS/OeKB zusammenarbeitet.
Wie das gesamte Risikomanagement unterliegt auch
das IKS der Prüfung durch die Interne Revision.
Die in der Gesamtbankrisikosteuerung
berücksichtigten Risikoarten
Kreditrisiko
Kreditrisiko ist die Gefahr unerwarteter Wertverluste
durch den Ausfall oder durch Bonitätsverschlechterung
von Kontraktpartnern. Die OeEB orientiert sich an den
von FMA 2005 herausgegebenen „FMA-Mindeststan-
dards für das Kreditgeschäft und andere Geschäfte mit
Adressausfallsrisiken“ und berücksichtigt diese in einem
dem Geschäft und der Größe der Bank angemessenen
Umfang. Aufgrund der Geschäftsstruktur der OeEB
unterscheidet die Bank folgende Arten des Kreditrisikos:
– Kontrahenten- bzw. Ausfallsrisiko
das Risiko, dass ein Kreditnehmer seine Zahlungs-
verpflichtungen nicht bedienen kann oder die Gefahr
von Verlusten durch Ausfall des Vertragspartners
(z.B. Kreditnehmer)
– Konzentrationsrisiko
hohe Kreditvolumina an einzelne Kreditnehmer oder
Kreditnehmerverbünde. Länderlimite und Kundenlimite
wurden festgesetzt und werden quartalsweise überprüft.
Auf Basis eines Vertrags mit der OeKB ist die Funktion
des Compliance–Officers für Wertpapier-Compliance
an die OeKB ausgelagert. Es gibt jedoch einen zentra-
len Ansprechpartner für Compliance Fragen in der
OeEB. Die Funktion des Beauftragten zur Bekämpfung
von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung wird in
der Rechtsabteilung der OeEB wahrgenommen. Zur
Minderung des Rechtsrisikos der Geschäfte arbeitet
die Rechtsabteilung der OeEB in der Regel mit lokalen
Anwaltskanzleien zusammen.
OeEB – Geschäftsbericht 2012
Lagebericht