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Die Einhaltung der Menschenrechte ist ein unum-
stößliches Prinzip der OeEB. Das gilt nicht nur für die
Tätigkeit am Standort in Wien und den respektvollen
Umgang mit den Mitarbeitern, sondern auch für die
Prüfung im Zuge des Projektgeschäfts. Schließlich
sollen die Projekte zu einer positiven, nachhaltigen
Entwicklung beitragen. Das ist nur gewährleistet,
wenn die Menschenrechte eingehalten werden.
In der oben angeführten Umwelt- und Sozialprüfung
werden daher die menschrechtlichen Auswirkungen
mit einbezogen. Dabei wird auf die Situation der
Arbeitnehmer im Projekt genauso geachtet, wie auf
betroffene Bevölkerungsgruppen im Umkreis. Die IFC
„Performance Standards on Social and Environmental
Sustainability“ betrachten die Menschenrechte grund-
sätzlich als Querschnittsmaterie, sie sind aber auch
explizit angeführt.
Neben generellem Schutz der betroffenen Menschen
sehen die IFC „Performance Standards on Social and
Environmental Sustainability“ auch besondere Vor-
schriften im Falle von Umsiedelungen vor sowie für
Projekte, in denen indigene Bevölkerungsgruppen
betroffen sind. Im vergangenen Jahr hatte die OeEB
keine Projekte, auf die diese zwei Punkte zutrafen.
Als Teil der OeKB Gruppe hält die OeEB in Bezug
auf ihre Mitarbeiter nicht nur die gesetzlichen Anfor-
derungen ein, sondern partizipiert auch in diesem
Zusammenhang an den Programmen der OeKB mit
(siehe Nachhaltigkeitsbericht der OeKB Gruppe –
www.oekb.at).
So wird im Sinn der besseren Vereinbarkeit von Beruf
und Familie die Möglichkeit geboten, den Betriebs-
kindergarten gegen entsprechende Gebühr zu nutzen.
Den OeEB-Mitarbeitern steht das Betriebsrestaurant
und das Sportzentrum der OeKB zu günstigen Kondi-
tionen zur Verfügung. Auch die Gesundheitsaktionen
und die Leistungen der Betriebsärztin können genützt
werden.
Anforderungen im Projektgeschäft
Ziel der OeEB ist es, Menschen durch Jobs in von
ihr finanzierten Unternehmen bessere Einkommens-
möglichkeiten in Entwicklungs- und Schwellenländern
zu ermöglichen. Auch dabei kommt es nicht allein
auf die Zahl, sondern auch auf die Qualität der Jobs
an. Die Einhaltung der grundlegenden Arbeits- und
Sozialstandards in den Projekten wird deshalb im
Vorfeld eingefordert und in der Folge überprüft.
Als Minimum-Anforderungen betrachtet die OeEB
die ILO Core Labour Standards. Unter anderem sind
damit Kinder- oder Zwangsarbeit absolute Ausschluss-
gründe. Die finanzierten Unternehmen müssen auch
Mindestanforderungen bei der Entlohnung und Arbeits-
zeit erfüllen. Wichtig ist aber auch die Arbeitssicher-
heit, also beispielsweise das Tragen von Schutzkleidung
und Ähnliches, vor allem beim Ausüben gefährlicher
Tätigkeiten.
Bei risikoreicheren Projekten wird auch in Hinblick
auf die Arbeitsbedingungen die Einhaltung der IFC
„Performance Standards on Social and Environmental
Sustainability“ angestrebt. 2011 wurden diese ausge-
weitet: Auch im Bereich der Zulieferketten wird nun
auf die Einhaltung von Arbeitsschutzstandards geachtet.
Sind Projekte der OeEB in für Arbeitnehmer besonders
riskanten Sektoren – wie der Metallverarbeitung oder
der Textilindustrie – angesiedelt, kann die Prüfung
auch auf weitere internationale Standards abstellen
(z.B. SA8000
®
Standard, zertifizierte Management-
Systeme lt. OHSAS – Occupational Health and Safety
Assessment Series).
i. Menschenrechte
ii. Arbeits- und Sozialstandards
OeEB – Geschäftsbericht 2012
Allgemeine Informationen