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  Indien: Frauen fördern via Mikrofinanz 

Die OeEB ist mit 4,8 Mio. Euro an Women's World Banking beteiligt und unterstützt damit Mikrofinanzinstitute mit einem besonderen Fokus auf Frauen – denn diese haben oft keinen Zugang zu Finanzprodukten.

Women's World Banking (WWB) ist eine seit fast 40 Jahren aktive Non­-Profit-­Organisation mit dem Ziel, Frauen mit niedrigem Einkommen besseren Zugang zu Finanzprodukten zu geben, die diese benötigen, um Sicherheit und Wohlstand zu schaffen. Mit dem WWB Capital Partners Fund wurde ein Fonds ins Leben gerufen, der Mikrofinanzinstitute (MFI) unterstützt, die entsprechende Angebote schaffen.

 

"Studien zeigen, dass Mikrofinanzinstitute einen besseren entwicklungspolitischen Effekt erzielen, wenn sie Frauen ansprechen. In manchen Ländern war es bisher aber kaum üblich, dass Frauen selbst Mikrokredite aufnehmen können – ohne ihren Mann." Leila Khoshideh-Handler, Abteilungsleiterin Beteiligungen


© Women's World Banking/Ujjivan50 Millionen für 3 Kontinente

Der WWB Capital Partners Fund hat ein Volumen von rund 50 Mio. Euro. Bisher investierte der Fonds in fünf Mikrofinanzinstitute in Indien, Kolumbien und Bolivien. Weitere MFI in Asien, Afrika und Lateinamerika sollen folgen. Die Partnerinstitute zeichnen sich auch durch einen hohen Frauenanteil im Management aus und sprechen gezielt Frauen an.

 

Aufgeblüht mit Mikrokredit

© Women's World Banking/UjjivanIndu Ramchandraa Waydande betreibt einen Stand am Markt von Mankhurd West in Mumbai, wo sie farbenprächtige Bouquets und Girlanden aus künstlichen Blumen sowie Kleidung und Früchte verkauft. Für das Mikrofinanzinstitut Ujjivan ist sie ein Vorzeigebeispiel, wie man seine Produktpalette erweitern kann, um wirtschaftliche Risiken zu minimieren. Während ein Produkt keine Saison hat, verdient die Geschäftsfrau durch den Verkauf der anderen, das sichert ihr einen stetigen Cashflow.


Indu Ramchandraa Waydande stammt aus einem abgelegenen Dorf und ging mit ihrem Mann, einem Textilarbeiter, nach Mumbai. Nachdem er seinen Job verlor, begannen die beiden, nahe dem Mankhurd­ Bahnhof an einem Straßenstand Kleidung zu verkaufen, um ihre vier Kinder ernähren zu können. Bald erweiterten sie ihr Sortiment um Schuhe. Als ein Freund sein Geschäft mit künstlichen Blumen aufgab, kaufte Waydande seinen Bestand. Es verlangt viel Einsatz, die Blumenbouquets vorzubereiten – aber ihre Kunden schätzen die Qualität. Während der Festival-Saison ist die Nachfrage nach Blumen enorm. Nach jahrelanger harter Arbeit besitzt Indu Ramchandraa Waydande nun ein Haus in der Nähe des Markts.

 

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