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  Kosovo: Fernwärmeprojekt sichert Wärmeversorgung in Prishtina 

In Prishtina kann sich das Fernheizwerk nicht genug Brennstoff leisten, während die Abwärme des nahen Braunkohlekraftwerks ungenutzt bleibt. Ein von der OeEB mitfinanziertes Projekt soll das ändern.

Kosovo: Fernwärmeprojekt in Prishtina
Stellen Sie sich vor, Sie heizen Ihre Wohnung mit Fernwärme. Sie zahlen dafür einen pauschalen, gesetzlich vorgegebenen Tarif pro Quadratmeter – unabhängig davon, wie viel Wärme Sie verbrauchen. Das Fernheizwerk heizt mit umweltschädlichem Schweröl. Aufgrund der limitierten Einnahmen und der hohen Ölpreise kann es sich oft nur leisten, ein paar Stunden pro Tag Wärme zu produzieren. Für Sie ist das im Winter ziemlich unangenehm, weshalb Sie zusätzlich mit einem billigen, ineffizienten Elektroofen heizen. An kalten Tagen bringen die vielen Elektroöfen das nahegelegene Braunkohlekraftwerk an die Grenzen seiner Kapazität.

Umweltschutzerfolg: Ungenutzte Wärme wird eingespeist

Diese Situation beschreibt die Ausgangslage im kosovarischen Prishtina. Die OeEB und die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanzieren deshalb ein Fernwärmeprojekt: Die bisher ungenutzte Abwärme des Kraftwerks wird künftig in das Fernwärmenetz eingespeist. Das 650-MW-Kraftwerk bekommt eine 140-MW-Wärmeauskopplungsstation, über eine 10,5 km lange Transportleitung gelangt die Wärme zum Fernheizwerk. Dafür wird nur um 20 MW weniger elektrischer Strom produziert – gegenüber Elektroheizungen werden also 120 MW Erzeugungsleistung gespart. Die CO-Emissionen sollen sich dadurch um 38.000 Tonnen pro Jahr reduzieren.

 

"Mit der verbesserten Infrastruktur gewinnt die Bevölkerung in Prishtina Versorgungssicherheit durch Fernwärme. Gleichzeitig wird der CO-Ausstoß deutlich reduziert." Andrea Hagmann, Vorstand der OeEB


Modernisierung an allen Enden

Kosovo: Fernwärmeprojekt in PrishtinaInsgesamt wurden im Jahr 2012 26,9 Millionen Euro in das Fernwärmenetz von Prishtina investiert. Die OeEB trug dazu mit einem Kredit über 2,5 Millionen Euro bei. Neben den Umbauten und Modernisierungen im Kraftwerk und im Heizwerk werden im Rahmen des Projekts die desolaten und undichten Fernwärmeleitungen in der Stadt sowie 50 Hausübergabestationen modernisiert, neue Versorgungsgebiete erschlossen und der Fernwärmeversorger Termokos wirtschaftlich und organisatorisch beraten. Damit der Wärmeverbrauch in Zukunft individuell berechnet werden kann, sollen die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

 

 

Zu den Projekt-Eckdaten

Kontakt

Abteilung Investitionsfinanzierungen

finance@oe-eb.at