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  OeEB-Vorstände Andrea Hagmann und Michael Wancata im Gespräch: „Starthilfe für den Entwicklungsmotor Wirtschaft“ 

Die beiden OeEB-Vorstände Andrea Hagmann und Michael Wancata sprechen über Impulse aus der Privatwirtschaft für Entwicklung und über den Beitrag des eigenen Instituts.
Was bedeutet Privatsektor-Entwicklung für die OeEB?

Michael Wancata: Der Aufbau der Privatwirtschaft ist ein wesentlicher Motor der Entwicklung. Wir als Entwicklungsbank geben dabei Starthilfe: Wir finanzieren privatwirtschaftliche Projekte in Entwicklungsländern. Dort fehlt den Unternehmen oft der Zugang zu dringend benötigtem Kapital – sowohl Finanzierungen als auch Eigenkapital. Investitionen in solche Projekte schaffen Arbeitsplätze, die Projekte tragen zu höherem Steueraufkommen bei und bringen Devisen ins Land.

Wieso können diese Rolle nicht normale Banken übernehmen?

W: Für Geschäftsbanken ist das Risiko zu groß, wenn beispielsweise in einem Land wie Nicaragua ein Geothermie-Kraftwerk gebaut wird, für das man 15 Jahre Kreditlaufzeit benötigt. Lokale Banken können nicht mehr als zwei oder drei Jahre bieten. Auch am internationalen Kapitalmarkt ist es schwierig, für solche Projekte in Entwicklungsländern eine Finanzierung zu bekommen. Die Risiken sind hoch. Genau dafür gibt es Entwicklungsbanken.

Erfüllt die OeEB als Entwicklungsbank auch andere Aufgaben, die zur Entwicklung der Privatwirtschaft beitragen?

W: Wir haben auch einen anderen Zugang als Geschäftsbanken, weil bei uns die Etablierung von internationalen Standards im Umwelt- und Sozialbereich oder bei Transparenz und Corporate Governance eine große Rolle spielt. Dafür können wir unsere Projektpartner über unsere Advisory Programmes beispielsweise auch mit Know-how ausstatten, indem wir ihnen einen Berater finanzieren.

Wie hilft das der armen Bevölkerung?

Andrea Hagmann: Wenn man die Menschen fragt, was sie benötigen, um aus der Armut zu kommen, sagen sie: einen Job. Arbeitsplätze zu schaffen ist ein großer Beitrag, wenn es darum geht, Armut zu reduzieren. Studien zeigen, dass gerade privatwirtschaftliche Projekte hier viel bewirken: 90 Prozent der Jobs in den Entwicklungsländern werden im Privatsektor generiert. 

Wo ist die OeEB aktiv?

W: Grundsätzlich können wir in allen Entwicklungs- und Schwellenländern aktiv werden. Wir fokussieren unser Engagement aber auf für Österreich besonders interessante Regionen – zum Beispiel, weil dort auch die österreichische Entwicklungszusammenarbeit besonders aktiv ist, wie vom Westbalkan bis zum Kaukasus oder in Zentralamerika. Schwerpunktbranchen sind der Finanz- und der Infrastruktursektor. Durch Engagements im Finanzsektor erreichen wir eine Streuung, die man durch Einzelprojekte von Wien aus nie erzielen könnte.



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