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  Die Vorstände der OeEB im Gespräch: "Energie ist eine Grundvoraussetzung für Entwicklung an sich" 

Welchen Stellenwert nehmen Energieprojekte im Portfolio der Oesterreichischen Entwicklungsbank ein?

Andrea Hagmann: Energieprojekte sind für uns ein Schwerpunkt und machen etwa ein Drittel unseres Portfolios aus. Dabei setzen wir vor allem auf erneuerbare Energie bzw. Energiequellen im Zielland: Geothermie, Solarenergie, Wasser- und Windkraft sind Bereiche, in denen wir engagiert sind beziehungsweise die wir ausbauen möchten.

 

Michael Wancata: Ein Beispiel für ein indirektes Engagement der OeEB in Energieprojekte ist der Green for Growth Fund, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Energieeffizienzprojekte und Investitionen in erneuerbare Energieträger in Südosteuropa zu tätigen. Ein damit verwandtes Thema ist der Klimaschutz. Über eine Investition von 5 Millionen Euro in die Interact Climate Change Facility treiben wir indirekt entsprechende Projekte voran.

Was macht das Thema "Energie" so attraktiv für eine Entwicklungsbank?

W: Energie ist die Grundvoraussetzung für jedes lokale Wirtschaften und damit für Entwicklung an sich. Es ist Kernaufgabe einer Entwicklungsbank, Entwicklungs- und Schwellenländern zu helfen, eigene Energiequellen zu erschließen und damit die Abhängigkeit von Ölexporten zu verringern.

Wie sieht ein typisches Energieprojekt der OeEB aus?

H: Ein Energieprojekt der OeEB ist typischerweise eines, bei dem wir die Nutzung der lokalen Energieressourcen möglich machen wie beim Geothermie-Kraftwerk in Nicaragua. Oder es ist ein Projekt, das die Verteilung von Energie fördert wie in Georgien. In der Türkei geht es mit unserem Partner Sekerbank um Programme zur Steigerung der Energieeffizienz – auch das ist ein typischer OeEB-Schwerpunkt. 

Wo stößt die OeEB an ihre Grenzen?

W: Die Projekte müssen wirtschaftlich darstellbar sein. Das heißt, wir brauchen für Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energie vernünftige Stromtarife und Ökostromgesetze. Diese sind gerade in unseren Zielländern noch kaum vorhanden, daher landen wir oft bei Wasserkraft- oder Windkraftwerken, weil diese leichter ökonomisch erfolgreich betrieben werden können als andere Formen erneuerbarer Energie, etwa Photovoltaik. 

In welchen Regionen liegen besondere Chancen?

W: Energie ist ein globales Thema und für alle Regionen relevant. Wir als OeEB konzentrieren uns aber auf unsere Schwerpunkt-Regionen – Lateinamerika, Südkaukasus, Südosteuropa und Schwarzmeer. Georgien etwa hat ein riesiges Potenzial im Bereich der Wasserkraft. Das wird durch den Neu- und Umbau des Verteilernetzes jetzt erst nutzbar gemacht. Ähnliches gilt für Armenien, wo es großes Interesse an Kleinwasserkraft gibt. In Serbien sind wir gerade dabei, potenzielle Projekte zu identifizieren.  



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