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  26.03.2010 - Oesterreichische Entwicklungsbank: Im zweiten Geschäftsjahr voll etabliert 

Bilanzsumme steigt auf 106,8 Millionen Euro / Finanzsektor im Fokus

„Die Etablierung der Oesterreichischen Entwicklungsbank AG als internationaler Player in der Entwicklungszusammenarbeit ist im zweiten Geschäftsjahr voll gelungen“, bilanzierten die beiden Vorstände Andrea Hagmann und Michael Wancata am Freitag bei einem Pressegespräch. Operativ ist die OeEB seit März 2008 tätig.

Für das Geschäftsjahr 2009 präsentierten Hagmann und Wancata die wichtigsten Zahlen: Die Bilanzsumme der offiziellen Entwicklungsbank Österreichs hat sich von 58,5 Millionen Euro (2008) auf 106,8 Millionen Euro erhöht. Der Jahresüberschuss lag bei ca. 586.000 Euro. Ebenfalls angestiegen sind die Zahl der Investitionsfinanzierungen (72 Millionen Euro für acht Projekte), die Volumina der projektunterstützenden Advisory Programmes (17,2 Millionen Euro für 19 Projekte) sowie der Projekte im Außenwirtschaftsprogramm des BMF (insgesamt über 5 Millionen Euro).

 

Eine solide Institution ist die OeEB auch aus Sicht der Rating-Agenturen: Standard & Poor’s hat die Entwicklungsbank bereits nach dem ersten Rumpfgeschäftsjahr mit dem ausgezeichneten Rating „AA+“ Longterm bewertet.

„Wir werden fast täglich von internationalen Partnern eingeladen, mit der OeEB bei Projekten mitzuwirken oder uns finanziell zu beteiligen“, freut sich Hagmann über die Anerkennung des jungen Instituts. 29 Projekte wurden 2009 realisiert. Dabei leistete die OeEB Beiträge zur Erreichung der so genannten UN Millennium Development Goals – konkret zu den Zielen „Förderung der Gleichstellung der Geschlechter, Stärkung der Rolle der Frauen“, „Ökologische Nachhaltigkeit“ und „Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft“.

 

Im Krisenjahr 2009 stand die Stärkung der Finanzinfrastruktur in Schwellen- und Entwicklungsländern im besonderen Fokus der OeEB. „Ein entwickelter Finanzsektor sorgt nachweislich für Wirtschaftswachstum und unterstützt die Privatunternehmen nachhaltig. Gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern gibt es dabei aber noch erheblichen Nachholbedarf“, erläutert Wancata die Motivation für diesen Schwerpunkt. Als Beispiel nannte er die Investition der OeEB in den European Fund for Southeast Europe (EFSE). Wancata: „Wir haben uns mittlerweile zu 43 Millionen Euro für diesen Fonds verpflichtet und damit eine ganze Reihe von Banken in Südosteuropa gestärkt. Diese finanzieren mit diesem Geld viele Klein- und Kleinstunternehmen, die bisher kaum Zugang zu Finanzierungsmitteln hatten.“

 

Hagmann und Wancata weisen darauf hin, dass die Finanz- und Wirtschaftskrise gerade die Finanzinstitutionen der ärmsten Länder besonders getroffen habe: Wenn sich die Kommerzbanken zurückziehen, ist immer das Engagement der internationalen und bilateralen Entwicklungsbanken besonders gefordert. Auch das laufende Geschäftsjahr zeige, dass der Bedarf groß sei.

 

Die OeEB agiere, so Hagmann, besonders umsichtig: „Wir wollen nicht schnelles Geld machen und eine möglichst hohe Rendite erwirtschaften. Die Mittel, die wir für Kredite zur Verfügung stellen, sollen langfristige, nachhaltige Auswirkungen haben.“ Allerdings müsse sich das Engagement finanziell rechnen, das Geld werde nicht verschenkt: „Wir zahlen keine Fördermittel, sondern geben Kredite zu kommerziellen Bedingungen. Das Spezielle an unseren Krediten sind die langen Laufzeiten, die durch die Absicherung des Bundes möglich sind“, erklärt sie das Geschäftsmodell der offiziellen Entwicklungsbank der Republik Österreich.

 

Die OeEB überprüft alle Projekte auf ihren entwicklungspolitischen Effekt. Zur Bewertung dient ein Rating-Tool, das von vielen europäischen Entwicklungsbanken eingesetzt wird. Damit lassen sich die gewünschten Parameter bereits im Vorfeld gut einschätzen: etwa die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen durch das Projekt, Ausbildung und Know-how-Transfer, Generieren von Steuereinnahmen für das Entwicklungsland, etc. Die zugesagten Projekte für 2009 erreichten die sehr gute Gesamtnote von 1,7 auf der sechs-teiligen Bewertungsskala des Geschäftspolitischen Projektrating Tool GPR®.

 

Neben dem Finanzsektor konzentriert sich die OeEB im Jahr 2010 auf die Schwerpunkte Infrastruktur, Erneuerbare Energie, verarbeitende Industrie, Dienstleistungen und Agrobusiness.

Darüber hinaus sollen mit dem im Vorjahr eingerichteten „Österreich Desk“  österreichische Unternehmen bei Projekten in Schwellen- und Entwicklungsländern gezielt unterstützt werden.
Regional ist die OeEB in allen Entwicklungsländern (laut Liste des Development Assistance Committee der OECD) aktiv. Im Geschäftsjahr 2009 entfielen nach Volumen gerechnet 24% der Neuprojekte auf Europa (Südosteuropa und Russland), jeweils 19% auf Lateinamerika und Afrika und 10% auf Asien. Außerdem investierte die OeEB 2009 in einen überregionalen Mikrofinanzfonds, der insgesamt 28% des neu zugesagten Volumens darstellt.

 

Die Oesterreichische Entwicklungsbank ist ein Spezialfinanzinstitut im Eigentum der Oesterreichischen Kontrollbank AG. Die OeEB handelt im Auftrag der Bundesregierung als offizielle Entwicklungsbank der Republik Österreich.

 

Projektinformationen und Integrierter Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2009: www.oe-eb.at 

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