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  08.06.2011 - OeEB: Mikrofinanz belebt Wirtschaft in Süd-Osteuropa 

Jahrestagung des EFSE (European Fund for Southeast Europe) in Albanien: Kleinkredite setzen Impulse.

"Mikrofinanz wirkt effektiv beim Aufbau privatwirtschaftlicher Strukturen und verbessert die Einkommenssituation in benachteiligten Regionen", erklärten die Vorstandsmitglieder der Oesterreichischen Entwicklungsbank (OeEB), Andrea Hagmann und Michael Wancata, zum Abschluss der Jahrestagung des EFSE (European Fund for Southeast Europe) in Albanien. Voraussetzung für wirksame wirtschaftliche Impulse und neue Jobs sei jedoch, dass die Kreditgeber im Sinne  eines 'Responsible Finance' handeln. Darüber seien sich auch die rund 300 Teilnehmer der EFSE-Jahrestagung mit dem Titel "Shaping and Leveraging the New Reality", einig gewesen. "Eine klare Zielsetzung muss es auch sein, Kleinunternehmer zu unterstützen, die weitere Arbeitsplätze schaffen", ergänzen Hagmann und Wancata. Allein in Albanien wurden Kleinkredite in der Höhe von 39 Millionen Euro vergeben, die aus EFSE-Mitteln gespeist wurden. Profitiert haben 8.700 Klein- und Mittelbetriebe und der Wohnungsbau.

 

Klein- und Mittelbetriebe gelten als wichtiger Wachstumsmotor für Volkswirtschaften. Doch gerade in den Ländern Ost- und Südosteuropas sowie in der Kaukasusregion haben diese oft unzureichenden Zugang zu Kapital. Der 2005 von der deutschen KfW Entwicklungsbank initiierte EFSE – die erste Public-Private-Partnership-Initiative in der Entwicklungsfinanzierung -  hat jedoch  neue Möglichkeiten eröffnet. In den fünf Jahren seines Bestehens stellte der EFSE etwa 975 Millionen Euro für lokale Finanzinstitutionen zur Verfügung, die diese als Kleinkredite weitergeben konnten. Damit wurden rund 270.000 Darlehen an Klein- und Mittelbetriebe und für den Wohnungsbau ermöglicht. Die OeEB ist seit 2008 im EFSE engagiert, aktuell liegt das Investitionsvolumen bei 46 Millionen Euro.

Wesentlich sei ein gutes Zusammenspiel zwischen lokaler Bank und Kleinkreditnehmer. "Die Struktur des EFSE macht es möglich, dass Kredite verantwortungsvoll vergeben werden. Die Banken vor Ort kennen ihre Kunden, können deren Potential gut einschätzen und damit nachhaltig den Aufbau kleiner Betriebe unterstützen", betonen Hagmann und Wancata. Über ko-finanzierte Ausbildungs- und Beratungsprogramme für die lokalen Partner wird eine verantwortungsvolle Vergabe der Darlehen sichergestellt und Know-how über Bankprodukte bei den Kunden aufgebaut. Dazu trage die OeEB aktuell mit einem Projekt bei, das die Kunden über Risiken von Fremdwährungskrediten aufklärt.

Rückfragen

Mag. Angelika Rädler
Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB)
Marketing und Unternehmenskommunikation
Tel. +43 1 533 12 00-2979
angelika.raedler@oe-eb.at

Über die OeEB

Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB) ist seit 2008 die offizielle Entwicklungsbank der Republik Österreich und zu 100 Prozent im Besitz der Oesterreichischen Kontrollbank AG. Als Spezialinstitut finanziert sie private Investitionsvorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern, die sowohl wirtschaftlich als auch entwicklungspolitisch sinnvoll sein müssen. Projektbegleitend werden Programme unterstützt, mit denen zusätzliche Entwicklungseffekte erzielt werden.

Über EFSE

Ziel des EFSE (European Fund for Southeast Europe) ist es, die wirtschaftliche Entwicklung – vor allem die privatwirtschaftliche – in Ost- und Südosteuropa sowie in der Kaukasusregion zu stärken. Im Fokus stehen dabei Kleinst- und Kleinunternehmen. Daneben unterstützt der EFSE auch einkommensschwache Privathaushalte, die ihren Wohnraum modernisieren wollen. Der EFSE erreicht seine Zielgruppe über lokal ansässige Geschäftsbanken und Mikrofinanzinstitutionen. Der Fonds stellt diesen langfristige Finanzinstrumente zur Refinanzierung von Krediten zur Verfügung.


Neben dem Investmentfonds verfügt der EFSE über eine sogenannte EFSE Development Facility, die technische Beratung und Trainingsmaßnahmen zur Stärkung der Partnerinstitutionen vor Ort ko-finanziert.


Entstanden ist der EFSE am 15. Dezember 2005 aus vier Multi-Geberprogrammen im Rahmen der ersten Public-Private-Partnership-Initiative in der Entwicklungsfinanzierung. Das Kapital wird sowohl von öffentlichen Gebern als auch von internationalen Finanzinstitutionen und institutionellen Privatinvestoren bereitgestellt. Zu den Gebern und Investoren gehören auch die Oesterreichische Entwicklungsbank (OeEB) und die Austrian Development Agency (ADA).


Zu den vier Gründungsländern zählen Bosnien und Herzegowina, Serbien, Kosovo und Montenegro. Dazu kamen Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, EJR Mazedonien, Georgien, Moldau, Rumänien, Weißrussland und Ukraine. Der Fonds wird privat durch Oppenheim Asset Management Services und Finance in Motion als Fondsmanager bzw. Fondsberater verwaltet.



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