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  23.03.2011 - Mit Erneuerbarer Energie auf Erfolgskurs 

Abhängigkeit der Entwicklungsländer von teuren Ölimporten reduzieren

"Ein anhaltend hoher Ölpreis bringt vor allem die ärmeren Entwicklungsländer, die von teuren Ölimporten abhängig sind, in Bedrängnis. Ein Weg, die wirtschaftliche Entwicklung trotzdem weiter möglich zu machen, sind Investitionen in Erneuerbare Energien", erklärten die Vorstände der Oesterreichischen Entwicklungsbank AG (OeEB), Andrea Hagmann und Michael Wancata, zum Abschluss des dritten Geschäftsjahres. Finanzierungen von Projekten im Infrastruktur- und speziell im Energiebereich stellen einen Fokus der OeEB dar, der auch den erfolgreichen Kurs 2010 sicherte. Insgesamt stellte die OeEB im vergangenen Jahr 94,3 Mio. Euro für Investitionsvorhaben bereit, über die privatwirtschaftliche Investitionen in der Höhe von fast 550 Mio. Euro angestoßen werden konnten.


"Energie ist in Entwicklungsländern Mangelware. 1,6 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Elektrizität", erklärt Hagmann. "Für viele Millionen ist der Dieselgenerator hinterm Haus immer noch die einzige Möglichkeit, Strom zu erzeugen." Gerade arme Länder seien noch stark von teuren Ölimporten abhängig. "Internationale Berechnungen zeigen auf, dass ein Anstieg des Ölpreises um 10 US-Dollar pro Barrel das Bruttoinlandsprodukt dieser Länder um 1,4 Prozent drückt", ergänzt Wancata.

Weniger Ölimporte, weniger CO2-Ausstoß

Die OeEB legt deshalb einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeit auf Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energie. Neben der Reduktion der Abhängigkeit von Ölimporten, tragen sie vor allem auch zur Reduktion des CO2-Ausstoßes bei. "Damit ist es möglich, wirtschaftliche Entwicklung mit klimafreundlicher Energie zu fördern", betonen die OeEB-Vorstände.


So unterstützt die OeEB beispielsweise die Erweiterung eines Geothermie-Kraftwerkes in Nicaragua: Unterirdische Vulkane machen hier die Nutzung von Erdwärme möglich. Das Kraftwerk wird 8 Prozent des Strombedarfs des Landes abdecken. Begleitend wird in den umliegenden Gemeinden die Wasser- und Gesundheitsversorgung verbessert. Neben der Finanzierung von Kraftwerken und Energieinfrastruktur ist die OeEB auch im Bereich Energieeffizienz engagiert. Die südafrikanische Standard-Bank und die türkischen Sekerbank nutzen bereits OeEB-Kreditlinien, die etwa auch die verstärkte Nutzung von Solar-Energie möglich machen.


Zufrieden blicken Hagmann und Wancata auch aus wirtschaftlicher Sicht auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurück: Die Bilanzsumme hat sich auf 147,4 Mio. Euro (2009: 106,8 Mio. Euro) erhöht. Der Jahresüberschuss lag bei 782.000 Euro (2009: 586.000 Euro). Im Bereich der Investitionsfinanzierungen wurden sieben Projekte mit einem Volumen von 94,3 Mio. Euro umgesetzt. Für projektunterstützende Maßnahmen, welche die entwicklungspolitischen Effekte der Projekte verstärken, wurden im Rahmen der „Advisory Programmes“ 25,2 Mio. Euro bereitgestellt. Im Rahmen des Außenwirtschaftsprogramms des BMF hat die OeEB vier Projekte mit einem Volumen von 3,5 Mio. Euro begleitet.

Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung

"Die OeEB konnte auch 2010 einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten, mit den Projekten werden sowohl direkt aber auch indirekt Arbeitsplätze geschaffen", resümieren Hagmann und Wancata. "Mit der Finanzierung von Mikrofinanzinstitutionen ermöglicht die OeEB tausenden Kleinunternehmerinnen und –unternehmern ihr Geschäft aufzubauen und so ihre Einkommenssituation zu verbessern."

Über die OeEB

Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB) ist seit 2008 die offizielle Entwicklungsbank der Republik Österreich und zu 100 Prozent im Besitz der Oesterreichischen Kontrollbank AG. Als Spezialinstitut finanziert sie private Investitionsvorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern, die sowohl wirtschaftlich als auch entwicklungspolitisch sinnvoll sein müssen. Projektbegleitend werden Programme unterstützt, mit denen zusätzliche Entwicklungseffekte erzielt werden.

Rückfragen

Mag. Angelika Rädler
Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB)
Marketing und Unternehmenskommunikation
Tel. +43 1 533 12 00-2979
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